So wählen Sie Zubehör fürs Tanzen auf Absätzen: Riemen, Fixierungen und Fußschutz
Die Schuhe sind gekauft, das Outfit ist ausgewählt und die erste Tanzstunde steht bereits im Kalender. Eigentlich muss man jetzt nur noch tanzen. Doch nach ein paar Trainingseinheiten entsteht plötzlich das seltsame Gefühl, dass die Pole-Dance-Schuhe den Fuß nicht mehr so gut halten wie am ersten Tag. Die Ferse rutscht, der Fuß gleitet nach vorne und statt sich auf die Technik zu konzentrieren, fragt man sich, ob man vielleicht doch die falsche Größe gewählt hat.

Wahrscheinlich war die Größenwahl gar nicht falsch. Darüber, wie man das richtige Paar auswählt, wird überall gesprochen. Fixierungen, Riemen, Gel-Einlagen und Fußschutz werden dagegen viel seltener erwähnt. Dabei sind es gerade diese kleinen Helfer, die aus einem schönen Paar Schuhe Tanzschuhe machen können, in denen man problemlos eine Stunde lang trainieren kann.
Natürlich braucht sie nicht jede Tänzerin und schon gar nicht von Anfang an. Wenn du dich auch ohne zusätzliches Zubehör wohlfühlst, umso besser. Früher oder später kommt diese Frage jedoch häufig auf. Deshalb schauen wir uns im Folgenden an, welche Accessoires es gibt, was sie tatsächlich bewirken und wie du die passenden für dich auswählst.
Welche Accessoires gibt es für Pole Dance?
Es gibt gar nicht so viele, und jedes erfüllt eine bestimmte Aufgabe.
Riemen
Sie wirken von außen und sorgen dafür, dass Fuß und Schuh besser als eine Einheit zusammenhalten. Besonders beliebt sind abnehmbare Silikonriemen. Sie werden direkt am Schuh befestigt oder über den Schuh und um den Absatz gelegt und eignen sich daher für jede Plattformhöhe. Es gibt transparente Varianten, die auf Fotos und Videos fast unsichtbar sind, sowie farbige Modelle, mit denen sich dasselbe Paar Pole-Dance-Schuhe an unterschiedliche Looks anpassen lässt. Sie bieten guten Halt, allerdings kann Silikon bei Hitze auf der Haut rutschen. Deshalb tragen viele Tänzerinnen die Riemen über dünnen Socken.
Es gibt auch Varianten, die über dem Spann über Kreuz verlaufen. Sie verteilen den Druck über den gesamten Fuß und verhindern, dass der Fuß bei Neigungen nach vorne rutscht. Besonders bei schmalen Füßen kann das hilfreich sein.
Wenn vor allem die Ferse Probleme macht, können breite Knöchelriemen helfen. Sie stabilisieren den Knöchel und lassen das Bein gleichzeitig optisch länger wirken.
Fixierungen
Dabei handelt es sich um Polster und Einlagen, die verhindern, dass sich der Fuß im Schuh bewegt. Im Gegensatz zu Riemen wirken sie von innen.
Zu den häufigsten Varianten gehören:
- Gel-Fersenhalter, die verhindern, dass die Ferse aus dem Schuh rutscht;
- Halbeinlagen für den Fußballen, die gleichzeitig verhindern, dass die Zehen nach vorne rutschen;
- Silikonpolster für die Schuhzunge bei einem hohen Spann;
- rutschhemmende Einlagen für die Innensohle, damit sich der Fuß bei Drehungen nicht verschiebt.
Sie kosten nicht viel, können aber einen deutlich spürbaren Unterschied machen. Besonders dann, wenn die Pole-Dance-Schuhe etwas lockerer sitzen als gewünscht, weil die passende Größe nicht verfügbar war.
Fußschutz
Hier geht es nicht mehr nur um zusätzlichen Halt, sondern auch darum, nach dem Training noch bequem laufen zu können. Häufig verwendet werden:
- Polster für den Fußballen, die den Druck auf den Mittelfuß reduzieren – genau dort entstehen beim Tanzen auf hohen Absätzen häufig die stärksten Beschwerden;
- Silikon-Zehenschutz, der Reibung und Blasen zwischen den Zehen vorbeugt;
- Pflaster und Fersenpolster für alle, bei denen der hintere Teil des Schuhs scheuert;
- dünne Socken und Füßlinge, die die Reibung reduzieren und gleichzeitig für mehr Hygiene sorgen;
- Kompressionssocken für alle, deren Füße oder Beine gegen Ende des Trainings anschwellen.
Solches Zubehör wird häufig erst nach der ersten Blase gekauft. Dabei ist es günstiger und angenehmer, rechtzeitig vorzusorgen, als später Trainingseinheiten ausfallen lassen zu müssen.
Außerdem gibt es Knieschoner und Grip-Produkte. Knieschoner schützen die Knie beim Floorwork, während Grip-Produkte für besseren Halt an der Pole sorgen, wenn die Hände zu rutschen beginnen.

Warum sind Fixierungen für Tanzschuhe sinnvoll?
Die Frage ist durchaus berechtigt, denn Pole-Dance-Schuhe halten den Fuß bereits von sich aus recht gut. Sie halten ihn zwar in einer bestimmten Position, verhindern aber nicht immer, dass er sich innerhalb des Schuhs verschiebt.
Besonders bei Drehungen macht sich der Unterschied bemerkbar. Ohne zusätzliche Fixierung kann der Fuß nur wenige Millimeter verrutschen, und der Körper aktiviert automatisch zusätzliche Muskeln, um dies auszugleichen. Das kann schon nach zwanzig Minuten zu Ermüdung und zu einer Anspannung der Zehen führen, mit denen man unbewusst versucht, sich an der Innensohle festzuhalten.
Mit der passenden Fixierung arbeiten Fuß und Schuh als Einheit. Man beginnt, den Boden durch die Plattform besser zu spüren, anstatt gegen den Schuh anzukämpfen, und die Technik wird sofort sauberer.
Übrigens entstehen auch einige typische Anfängerfehler genau aus diesem Grund. Es liegt nicht unbedingt an schwachen Beinen, sondern manchmal einfach daran, dass sich der Fuß im Schuh eigenständig bewegt und dadurch die nötige Kontrolle fehlt.
Wie wählt man die passenden Accessoires aus?
Alles auf einmal zu kaufen, ist definitiv nicht nötig. Besser ist es, zunächst ein paar Trainingseinheiten zu absolvieren und darauf zu achten, was tatsächlich stört, denn das ist bei jeder Tänzerin unterschiedlich.
Danach ist die Auswahl ziemlich einfach:
- Der Fuß rutscht nach vorne – Halbeinlagen und über Kreuz über den Spann verlaufende Riemen für Pole-Dance-Schuhe.
- Die Ferse rutscht heraus – Gel-Fersenhalter in Kombination mit einem breiten Knöchelriemen.
- Der Fußballen schmerzt – Mittelfußpolster beziehungsweise Fußschutz fürs Tanzen.
- Der Schuh scheuert an Ferse oder Zehen – Silikonpolster und Pflaster.
Ein Sonderfall sind Pole-Dance-Schuhe, die etwas zu groß sind. Dann können gleichzeitig eine Einlage im vorderen Bereich, ein Gel-Fersenhalter und ein zusätzlicher Riemen verwendet werden. Dadurch wird der Schuh natürlich nicht um eine ganze Größe kleiner, aber der Fuß bewegt sich deutlich weniger darin.
Auch das Material spielt eine Rolle. Silikon ist vielseitig und eignet sich für fast alle Situationen, Gel-Einlagen sind weicher und angenehmer für empfindliche Füße, während Stoffpolster bei Hitze oft besser funktionieren, weil sie auf feuchter Haut weniger rutschen.
Wie sitzen Pole-Dance-Schuhe stabiler am Fuß?
Accessoires können viele Probleme lösen, aber es gibt auch einige einfache Dinge, die ganz ohne zusätzliche Kosten helfen.
Beginne mit der richtigen Einstellung des Riemens. Er sollte eng anliegen, aber zwischen Riemen und Knöchel sollte noch bequem ein Finger passen. Ist er lockerer, beginnt der Fuß im Schuh zu wackeln. Ist er zu eng, kann nach einer halben Stunde ein Taubheitsgefühl auftreten.
Tanze nicht barfuß. Eine dünne Socke reduziert das Rutschen im Schuh und schützt gleichzeitig vor Blasen – und kostet nur wenig.
Ein neues Paar sollte außerdem zunächst zu Hause eingelaufen werden. Pole-Dance-Schuhe sind am Anfang oft recht steif. Eine halbe Stunde zu Hause darin zu laufen, bevor du sie zum ersten Training trägst, kann bereits viele Probleme vermeiden.
Und das Wichtigste, worüber nur selten gesprochen wird: Stabilität hängt nicht nur von den Schuhen ab, sondern auch davon, wohin du dein Körpergewicht verlagerst. Wenn der Schwerpunkt zu weit nach vorne wandert, können Riemen, Einlagen und Fixierungen das Problem nicht vollständig lösen – der Fuß wird trotzdem nach vorne rutschen. Hier hilft nur die richtige Technik.

Wie pflegt man die Accessoires?
Nach dem Training landen all diese kleinen Dinge oft zusammen mit den Pole-Dance-Schuhen in der Tasche und werden erst vor der nächsten Stunde wieder hervorgeholt. Besser ist es, sie nicht einfach dort liegen zu lassen.
Silikonriemen und Silikonpolster können einfach abgewischt oder mit warmem Wasser und Seife gewaschen und anschließend zum Trocknen ausgelegt werden. Gel-Einlagen sollten ebenfalls regelmäßig gereinigt werden. Wenn sie eine Schutzfolie haben, sollte diese nach dem vollständigen Trocknen wieder angebracht werden.
Stoffriemen, Socken und Füßlinge sollten nach einigen Trainingseinheiten gewaschen werden. War das Training besonders intensiv, am besten direkt danach. Alles, was eine Stunde oder länger am Fuß getragen wird, sollte nicht wochenlang in einer Sporttasche liegen.
Pflaster und Einweg-Schutzpolster sollten nicht erneut verwendet werden. Selbst wenn sie noch gut aussehen, haftet der Kleber nach dem Training schlechter und die Oberfläche nimmt Feuchtigkeit und Bakterien auf.
Außerdem lohnt es sich, das Zubehör regelmäßig zu überprüfen. Wenn sich das Silikon gedehnt hat, ein Riemen eingerissen ist oder eine selbstklebende Einlage nicht mehr richtig hält, sollte sie ersetzt werden. Während des Tanzens herauszufinden, ob ein Accessoire noch eine weitere Trainingseinheit übersteht, ist definitiv nicht der beste Zeitpunkt.
All das gilt natürlich nur für Zubehör, das du tatsächlich brauchst. Ein universelles Set gibt es nicht. Bei einem Paar Pole-Dance-Schuhe reichen die vorhandenen Riemen völlig aus, bei einem anderen sind zusätzliche Einlagen sinnvoll und bei einem dritten ist eine stärkere Fixierung der Ferse erforderlich. Deshalb ist nicht eine Einkaufsliste der beste Maßstab, sondern dein eigenes Gefühl beim Training.
Wenn die Schuhe fest sitzen, nichts scheuert und der Fuß nicht nach vorne rutscht, musst du nicht vorsorglich zusätzliches Zubehör verwenden. Tritt jedoch ein Problem auf, weißt du jetzt zumindest, wo du nach einer Lösung suchen und was du zuerst ausprobieren kannst.